Dachziegel
Zu den Flachziegeln zählt man Biberschwanzziegel im Rund-, Segment-, Spitz-, Gerad-, Rautenspitz, Gotischen und Sechseckschnitt in verschiedenen Stärken und Größen. Die zweite Ausführung wird als Schwalbenschwanz-Ziegel bezeichnet. Flachziegel gelten als die ältesten Modellformen, die unseren klimatischen Bedingungen am besten angepassten sind.
Markant für Hohlziegel oder Pfannen ist ihre starke Krümmung in den Flächen. In diese Gruppe gehören Nonnenziegel oder Rinnziegel, Mönchziegel oder Deckziegel und die S-förmig gekrümmten Hohlpfannen mit rechts- oder linksseitiger Krempe. Hohlziegel finden sich vor allen auf Klöstern, Kirchen und anderen repräsentativen Gebäuden.
Falzziegel haben ebene oder gekrümmte Querschnitte, einfache oder doppelte Falze am Kopf und/oder an den Seiten. Zu dieser Gruppe zählt man die flache Falzplatte und hohlpfannenförmige Flachdachpfanne, die beide mit doppelten Kopf- und Seitenfalzen versehen sind. Des weiteren gehören dazu: Die flach gewölbten Flachdachziegel und Flachpfannen mit Unterkonstruktion, die Muldenfalzziegel, die mit zwei muldenförmigen Vertiefungen sowie zwei Kopf- und Seitenfalzen versehen sind, sowie die Klosterpfannen und die kombinierten Mönch-Nonnen-Ziegel mit Kopf und Seitenfalz.
Seit einiger Zeit werden auch Großflächenziegel angeboten. Durch eine rund 20 Prozent größere Deckfläche können die Kosten für die Dacheindeckung reduziert werden. Hinzu kommt ein weiterer attraktiver Effekt. Dächer mit Großflächenziegeln wirken optisch besonders edel.
Schmuckziegel gibt es in unterschiedlichen Farben und Formen. Zu den wohl auffälligsten Schmuckziegeln zählen glasierte Tondachziegel. Auf ihre Oberfläche wurde eine färbende Schicht (Glasur) auf den Formling aufgetragen. Die glasartige Oberfläche entsteht durch das Aufschmelzen der Oberfläche. Solche glasierten Dachziegel werden auch als keramische Ziegel bezeichnet.










